Plane konzentrierte Phasen von neunzig Minuten mit klaren Start- und Stoppsignalen. Ein leiser Gong beginnt, ein Lichtwechsel beendet. Danach zehn Minuten Regeneration mit Blick in die Ferne. Der Körper liebt Wiederholung: je stabiler die Choreografie, desto weniger Energie geht für mikroskopische Entscheidungen verloren.
Zünde eine kleine Duftkarte, lege denselben Song ohne Text auf, schalte eine Lampe an – immer in identischer Reihenfolge. Zum Ende schließt du Notizen bewusst, räumst Werkzeug auf, dunklest Licht. Diese vorhersehbare Dramaturgie zeigt dem Gehirn, wann es anziehen, halten und loslassen darf.
Lege den ersten Schritt sichtbar bereit: Dokument offen, Seitenzahl markiert, Stift auf der Zeile. Stelle Wasser bereit, schließe ablenkende Apps, platziere Kopfhörer griffbereit. Wenn der Einstieg friktionlos ist, wächst die Chance, dass Schwung entsteht, bevor Selbstzweifel und Prokrastination die Regie übernehmen.